Der Traum der Schule

Nach Ablauf einer Testphase wird es nun zur Dauerregelung. Das Gymnasium Dalton in Alsdorf ist die erste offizielle Gleitzeit-Schule in Deutschland. Hier entscheiden die Schüler selbstständig, wann ihr Unterricht beginnt.

Seit Jahren fordert die Wissenschaft einen späteren Unterrichtsbeginn. Die Schüler könnten sich so früh kaum konzentrieren und das zeitige Aufstehen entspräche nicht ihrem natürlichen Biorhythmus. Die meisten Eltern befürchten aber, dass ein veränderter Schulbeginn nicht zu ihren regulären Arbeitszeiten passt. Dafür passt es den Jugendlichen natürlich umso besser.

Die erste Stunde dürfen Schüler der Oberstufe frei gestalten, erst ab der zweiten Stunde gilt eine Anwesenheitspflicht. Egal ob man zur zweiten oder zur ersten Stunde erscheint: der Unterricht endet um 15:15. Ein Grund dafür, dass dieses Modell trotzdem funktioniert ist wohl, dass nach dem sogenannten „Dalton Plan“ unterrichtet wird. Das Ganze, im 20. Jahrhundert von Helen Packhurst entwickelte Konzept, hat das Ziel, Schüler selbstständiger und eigenverantwortlicher lernen zu lassen. Anders als an anderen herkömmlichen Schulen sind hier nämlich nur 34 der Unterrichtsstunden Arbeitsstunden, die restlichen 10 Stunden sind Selbstständigkeitsstunden.

Die rechte Hand der Schüler

Der Anfang einer Ära. In dieser Kolumne werde ich euch eine Handvoll Rechte von Schülern bzw. Lehrern präsentieren.

Fangen wir mal mit einem einfachen Recht an: Klassenarbeiten

Was passiert, wenn ein Schüler eines Gymnasiums in einer Klassenarbeit abschreibt?

Laut § 25 der Schulordnung Gymnasien (SOGY) ist bestimmt, dass der Fachlehrer die Note „ungenügend“ zu erteilen hat, wenn ein Schüler bei Leistungsnachweisen unerlaubte Hilfsmittel nutzt oder auf andere Weise täuscht.

Also hat der Lehrer nicht wirklich eine Wahl. Er muss eine 6 erteilen, alles andere ist strafbar. Das gilt allerdings nur in Sachsen: in den anderen Bundesländern darf der Lehrer nach „pädagogischem Ermessen“ handeln, also

-die Note (ins Schlechtere) verändern,

-nur einen Teil der Leistung bewerten oder

-die Leistung nachschreiben lassen.

Nachsitzen

Nachsitzen lassen ist erlaubt, das steht schon mal fest. Dafür ist es normalerweise nur erlaubt, wenn der Schüler umfangreichen Unterrichtsstoff versäumt hat. Außerdem muss das Verhältnis stimmen, eine Strafe ist nur möglich, wenn der „Schaden“ groß genug ist, ansonsten ist es rechtswidrig. Dazu kommt noch, dass die Eltern vorher informiert werden müssen.

 

 

Quellen:

  1. www.focus.de
  2. www.schulministerium.nrw.de

Religionsunterricht – Ist es ein echtes Fach?

Religionsunterricht findet als einziges Unterrichtsfach in unserer Verfassung Erwähnung. Laut Artikel 7.3 des Grundgesetzes ist Religion ein ordentliches Lehrfach. Doch ist das wirklich nötig?

Lehrer sollten ihren Schülern im Unterricht Wissen und Werte vermitteln. Das Fach Religion ist das einzige Fach, in dem Meinungen als Fakten wiedergegeben werden. Sicher ist es durchaus wichtig und interessant etwas über andere Religionen zu erfahren, aber dafür würde der Ethikunterricht ausreichen. Etwas über die eigene Religion erfahren die Schüler sicher zur Genüge in ihren Gemeinden, beispielsweise im Konfirmationsunterricht.

Zudem liegt Religion längst nicht mehr in der Hand des Staates. Was Einzelne glauben geht diesen nichts an.