Wahlpflichtfächer?!

Leistungskurse fangen in der 2. Sekundarstufe an, ab der 11. Klasse.
Man kann zwischen
• Deutsch/Mathematik
• Deutsch/fortgeführte Fremdsprache
• Deutsch/Biologie oder Chemie oder Physik
• Deutsch/Geschichte
• Mathematik/fortgeführte Fremdsprache
• Mathematik/Biologie oder Chemie oder Physik
• Mathematik/Geschichte

• Deutsch/Kunst oder Musik (nur musisches Profil)
• Mathematik/Kunst oder Musik (nur musisches Profil)
• Deutsch/Sport nur sportliches Gymnasium (nur sportliches Profil) und
• Mathematik/Sport (nur sportliches Profil)
wählen.

Da in unserer Schule kein sportliches Profil angeboten wird, fallen die 2 letzten schon einmal weg.
Wenn man nun z.B. nicht der größte Mathefan ist und bei dem Wort Orthografie innerlich stirbt, dann hat man verkackt.
Die Frage ist nur, wieso sich der Sächsische Landtag das so ausgedacht hat.

Die beste Idee ist, mal nachzufragen.
Auf die Frage an den Sächsischen Landtag, wieso das so gewählt wurde, kam die Antwort, dass das Ministerium für Kultus solche Entscheidungen trifft.
Kevin Reißig, der stellvertretende Pressesprecher des Sächsischen Landtages, meinte, dass die CDU-SPD-Landesregierung diese Entscheidung getroffen hat und dass er der Meinung ist, dass Mathe- und Deutsch-Leistungskurse nicht unbedingt nötig sind. Grundkurse in diesen Fächern zu belegen reicht vollkommen.

Auf diese Antwort habe ich das Sächsische Ministerium für Kultus gefragt, wieso man das so entschieden hat, kamen verschiedene Gründe.
Ein Argument war beispielsweise, dass ein Leistungskurs in Deutsch/Mathe die „Grundlage für die gegenseitige Anerkennung der Abiturzeugnisse ist“.
Außerdem haben „pädagogische Forschungen“ ermittelt, dass diese Fächer „Kernfächer für die allgemeine Studierfähigkeit“ sind.
Deren Meinung nach wäre es schwerlich möglich, mehr Leistungskursangebote anzubieten, weil es von der Organisation her schwierig wird.

Klar, diese Punkte sind relativ gute Argumente, doch ich habe von vielen Menschen, die direkt von diesem Gesetz betroffen sind, von Problemen gehört, die das Schulleben zu einem gewissen Grad erschweren.
Das Deutsch und Mathematik unbedingt ein Leistungskurs sein muss, ist meiner Meinung nach schwachsinnig, die Probleme, die die Referentin Manja Kelch angesprochen hat, sind zu umgehen.

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