Die rechte Hand der Schüler

Der Anfang einer Ära. In dieser Kolumne werde ich euch eine Handvoll Rechte von Schülern bzw. Lehrern präsentieren.

Fangen wir mal mit einem einfachen Recht an: Klassenarbeiten

Was passiert, wenn ein Schüler eines Gymnasiums in einer Klassenarbeit abschreibt?

Laut § 25 der Schulordnung Gymnasien (SOGY) ist bestimmt, dass der Fachlehrer die Note „ungenügend“ zu erteilen hat, wenn ein Schüler bei Leistungsnachweisen unerlaubte Hilfsmittel nutzt oder auf andere Weise täuscht.

Also hat der Lehrer nicht wirklich eine Wahl. Er muss eine 6 erteilen, alles andere ist strafbar. Das gilt allerdings nur in Sachsen: in den anderen Bundesländern darf der Lehrer nach „pädagogischem Ermessen“ handeln, also

-die Note (ins Schlechtere) verändern,

-nur einen Teil der Leistung bewerten oder

-die Leistung nachschreiben lassen.

Nachsitzen

Nachsitzen lassen ist erlaubt, das steht schon mal fest. Dafür ist es normalerweise nur erlaubt, wenn der Schüler umfangreichen Unterrichtsstoff versäumt hat. Außerdem muss das Verhältnis stimmen, eine Strafe ist nur möglich, wenn der „Schaden“ groß genug ist, ansonsten ist es rechtswidrig. Dazu kommt noch, dass die Eltern vorher informiert werden müssen.

 

 

Quellen:

  1. www.focus.de
  2. www.schulministerium.nrw.de

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